“Et kann mir Keiner verbieten…..

wat klüjer jeworden zu sein.“ Dieser Satz frei nach Konrad Adenauer wird gerne zitiert, wenn man in kurzen Worten eine eigene Meinungsänderung begründen will. Offensichtlich ist diese Erkenntnis bei Manchen noch nicht angekommen. Da sagt ein Bürgermeister, es sei genug über ein bestimmtes Projekt geredet worden – und Schluss. Da schreibt ein Wutbürger dem Sinne nach und umrankt von übelster Polemik: über ein anderes strittiges Projekt hätten Bürgerinnen und Bürger (vor 11 Jahren!) abgestimmt und ihn abgelehnt – und Schluss!  Beide und all die anderen gleich Denkenden vergessen, dass nicht nur Meinungsvielfalt sondern auch Meinungsfortschritt zur Demokratie gehören. Neue Situationen erfordern ständig neue oder die Revision alter Beschlüsse. Nur so bleiben unsere Stadt, unser Land und unser Staat flexibel. Wäre dem nicht so, würde unsere Gesellschaft im Korsett ehemaliger unzeitgemäß gewordener Beschlüsse ersticken. Was dann von unserer Demokratie bliebe wäre schön und ehrwürdig aber auch so tot wie das Forum Romanum.
Bewegung und Veränderung ist das Prinzip von heute. Ständiges Hinterfragen und Neudenken ein Muss. Man warf mir vor, Klima- und Naturschutz wären für mich nur ein billiger Wahlslogan. Das mag es für andere lange gewesen sein. Heute ist es ein vorrangiges Menschheitsthema- und natürlich ein zentrales Wahlthema.

Demokratie heißt für mich auch, dass nur die, die einen Beschluss gefasst haben, ihn ändern können. Was die Bürger*innen beschlossen haben dürfen auch nur die Bürger*innen ändern. Aber die Politik muss ihnen dazu eine Chance geben, wenn sie erkennt, dass es an der Zeit ist, neu zu überdenken. Übrigens, wenn jemand in seiner Wut meine Kandidatur als hoffnungslos bezeichnet, dann sollte er auch das denen überlassen, denen eine solche Feststellung zusteht: den Wählerinnen und Wählern in unserer Stadt.
Herzlichst Ihr Klaus Munk

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