Von Toyota bis ins Rathaus 2. Die Qualität der Politik

In einer Zeit extremer Knappheit aller Mittel hatte Toyota nach dem zweiten Weltkrieg den Begriff Qualität für sich neu interpretiert. Nicht die „Eier legende Wollmilchsau“ -also das Produkt, das alles erfüllt, was überhaupt denkbar ist- war das Ziel, sondern Qualität maß sich an den Wünschen des Kunden. Wenn ich mit einem Handy telefonieren will und sonst nichts, dann bin ich auch nur bereit dafür zu bezahlen, dass es eine Telefonfunktion hat- und nicht für all die anderen „Spielereien“. Alles was im Preis für „Spielereien“ enthalten ist, ist im Auge des Kunden verschwendetes Geld.  Wenn die Stadt ihre Bürger*innen endlich als die Kund*innen ihrer Leistungen sehen und behandeln würde, dann würden Politik und Verwaltung verstehen, dass sie nach diesem (Lean-) Prinzip gerade in knappen Koronazeiten verpflichtet sind, genau das zu liefern, was Bürgerinnen und Bürger wollen -nicht mehr und nicht weniger und genau dann, wenn es gebraucht wird. Verschwendung können wir uns nicht leisten! Für uns als Politiker bedeutet das: ständige „Marktforschung“. Konkret: immer und immer wieder mit offenen Augen, Ohren und Herzen auf Bürgerinnen und Bürger zugehen, mit Ihnen im Gespräch bleiben, das Erfahrene in Pläne umsetzen und die Pläne in Aktionen. Was, wenn wir es selbstkritisch betrachten, nicht dem Bürgerwillen sondern nur unserem eigenen Wunschdenken entsprungen ist, sollten wir als erstes ganz schnell vergessen.

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